Bioland-Produkte

Ich bin nicht zufrieden mit einem Bioland-Produkt – Was kann ich tun?

Die erste Anlaufstelle für eine Reklamation ist der Ort, an dem das Produkt gekauft wurde. Der Handel ersetzt das mangelhafte Produkt oder die Kosten dafür. Den Kassenbon nicht vergessen! Im nächsten Schritt kann der Hersteller des Produktes kontaktiert werden. Dieser ist auf der Verpackung ausgewiesen. Hilfreich für die Bearbeitung der Reklamation ist das Mindesthaltbarkeitsdatum, eventuell eine Chargennummer und wann und wo das Produkt gekauft wurde.
Bioland selbst kann keine Reklamationen bearbeiten!
 

Ich habe Fragen zu einem Bioland-Produkt – an wen kann ich mich wenden?

Bitte wende dich direkt an den Hersteller des Produktes. Name und meist auch eine Kontaktadresse stehen auf der Verpackung.
 

Wie erkenne ich Bioland-Produkte?

Verpackte Bioland-Produkte tragen immer die Bioland-Marke – das grüne Quadrat mit weißem Bioland-Schriftzug. Auch unverpackte Bioland-Produkte müssen jederzeit klar als solche erkennbar sein. Unsere Erzeuger und Marktpartner können dafür im Bioland-Servicehandel Verpackungen, Schilder usw. bestellen.
 

Wo kann ich Bioland-Produkte kaufen?

Bioland-Produkte gibt es direkt ab Hof in Hofläden, im Bio-Fachhandel sowie in Supermärkten und im Discount. Einige Betriebe bieten auch Abokisten oder Lieferservices an. Wer nicht selbst kochen möchte, kann Bioland auch bei einem unserer Gastronomie-Partner genießen. Bioland in deiner Nähe findest du über unsere Karte.
 

Bestehen Bioland-Produkte zu 100 Prozent aus Bioland-Zutaten?

Unser Anspruch ist es, dass Bioland-Produkte zu 100 Prozent aus Bioland-Zutaten bestehen. Leider ist dies nicht immer möglich. Manche Rohstoffe sind schon in Bio-Qualität rar, oder sie können aufgrund des Klimas nicht in Deutschland und Südtirol angebaut werden. Sollte es eine Zutat nicht nach Bioland-Standard geben, muss dies vom Hersteller nachgewiesen werden. Dann kann er eine Ausnahmegenehmigung von Bioland erhalten. Dabei gilt, dass zuerst Rohstoffe von Nicht-Bioland-Betrieben, die aber nach den Bioland-Richtlinien arbeiten, verwendet werden müssen. Sollte die Zutat so auch nicht verfügbar sein, können mit Erlaubnis von Bioland Rohstoffe von EU-Öko-Betrieben verwendet werden. Die Grenze liegt bei 10 Prozent pro Zutat.
Der erlaubte Anteil von konventionellen Zutaten beträgt 5 Prozent. Dann muss nachgewiesen werden, dass der Rohstoff nicht in Bio-Qualität verfügbar ist.
 

Dürfen Bioland-Marktpartner auch andere Produkte herstellen und verkaufen?

Anders als Bioland-Erzeuger ist es als Bioland-Marktpartner möglich, nur einen Teil der Produkte nach den Bioland-Richtlinien herzustellen. Voraussetzung ist, dass im gesamten Produktionsablauf von Warenlager bis Warenpräsentation eine Verwechslung von Bioland-Waren und anderen Produkten bzw. Rohstoffen ausgeschlossen ist.
 

Unterscheiden sich die Bioland-Produkte im Discount von denen aus dem Bio-Laden?

Bioland-Produkte werden immer nach den gleichen Richtlinien hergestellt – egal, ob sie später im Hofladen oder im Discount verkauft werden.
 

Warum gibt es Bioland-Produkte, die in Plastik verpackt sind?

Plastik hat einen schlechten Ruf – in aller Regel zurecht. Teilweise sind Plastikverpackungen sinnvoll, da die Lebensmittelqualität länger erhalten bleibt. Und Glas ist nicht immer besser. Die Öko-Bilanz von PET- und Glas-Mehrwegflaschen ist gleich. Glasflaschen können häufiger befüllt werden, sind aber schwerer im Transport und verursachen mehr Emissionen.
Unseren Verarbeitern können wir die Möglichkeit der Plastikverpackung nicht entziehen, deshalb wenden sich Verbraucher mit dem Wunsch nach weniger Plastik am besten direkt an den Hersteller. Das bei Bioland erlaubte Plastik darf allerdings keine Weichmacher enthalten und muss recycelbar sein. Trotzdem arbeitet Bioland gemeinsam mit anderen Verbänden im Fachausschuss Verpackung an einer Plastikreduzierung.
 

Warum klebt ein Aufkleber auf meinem Brot?

Bei der Brotmarke handelt es sich nicht um einen Aufkleber, sondern um eine Marke aus Papier, die mit dem Brot mitgebacken wird. Die Marken werden in Bio-Qualität hergestellt, künstliche Färbemittel sind nicht zugelassen. Durch das Mitbacken haftet die Marke fest auf dem Brot, muss aber leider meist aus der Kruste herausgeschnitten werden. Das ist für den Verbraucher nicht die beste Lösung, beugt aber Verwechslungen im Verkauf vor. Besonders bei Bäckern, die neben Bioland- auch andere Produkte verkaufen, sollen die Bioland-Brote klar erkennbar sein. Weitere Möglichkeiten sind essbare Brotmarken aus Malzextrakt oder Papierbanderolen, die nach dem Backen um das Brot gelegt werden.