Bioland-Mastrinder

Bioland-Mastrinder nehmen den Mund gerne richtig voll …

… und das dürfen sie auch! Denn im Gegensatz zu Milchkühen halten wir sie wegen ihres Fleisches.

Bioland-Rinder auf der Weide (Foto: Zilla Fröhlich)
Damit es der Bioland-Qualität entspricht, bekommen unsere Tiere ausschließlich Bio-Futter – frei von Gentechnik und zum Großteil vom eigenen Hof.

Natürlich gute Ernährung

Unsere Bauern schicken ihre Mastrinder so oft es geht nach draußen. Denn auf der Weide gibt es Gräser und Kräuter – und so von Natur aus das beste Futter. Im Winter bekommen Bioland-Mastrinder Heu und konserviertes Grünfutter zu fressen, die sogenannte Silage. Daneben füttern manche Bauern etwas Kraftfutter zu. Es besteht aus heimischen Zutaten wie Weizen- und Ackerbohnenschrot.

Familienbande: Aufwachsen bei der Mutter

Als Kälber verbringen die Mastrinder die ersten Lebensmonate zusammen mit ihrer Mutter. Im Sommer leben die Kälber mit ihren Müttern auf der Weide, im Winter in einem großen Laufstall. Von der Mutterkuh bekommen sie Milch, von unseren Bauern dazu noch Heu, Silage und Kraftfutter.

Platz da! Große Ställe und Auslauf auf der Weide

Wie das Milchvieh dürfen auch die Bioland-Mastrinder nach Lust und Laune toben oder ruhen. Sie kommen so oft es geht auf die Weide und im Stall haben sie genügend Platz für ein artgemäßes Verhalten. Licht, Luft und Sauberkeit erhöhen dazu den Wohlfühl-Faktor. Viele Bioland-Bauern halten ihre Rinder auch fast ganzjährig im Freien, zum Beispiel in Naturschutzgebieten.

Bioland-Bauern entwickeln immer wieder besondere Lösungen in der Praxis. Zum Beispiel Hermann Maier aus Balingen: Er entwickelte das Verfahren „Kugelschuss auf der Weide“. Hier werden die Rinder ohne jeglichen Stress mit einem gezielten Schuss getötet: www.uria.de

5 statt 3 m²

5 Quadratmeter Stallfläche pro Bioland-Mastrind (mindestens!), im Vergleich zu konventioneller Rindermast mit 3 Quadratmetern pro Rind.

 

Konventionelle Rindermast Bioland-RindermastDarum handeln Bioland-Bauern so
LiegeflächenBoden aus Beton, Einstreu gibt es oft nicht.Stroh oder Sägemehl auf dem Stallboden sind Pflicht.Weiche Liegeflächen schonen Gelenke und Klauen der Tiere!
StallflächePro Mastrind (ab 600 kg) 3 m² Stallfläche als Richtwert. Vollspalten1 sind erlaubt.Pro Mastrind (ab 350 kg) mindestens 5 m². Vollspalten sind verboten.Mehr Platz für artgemäßes Verhalten!
Transport-beschränkungTiere müssen bis zu 8 Stunden in Transport-Wägen stehen.Nur kurze Transportwege erlaubt - maximal 4 Stunden und 200 Kilometer pro Tier. Weniger Stress durch kurze Transportwege.
TierbesatzBegrenzung nur durch die Menge an Mist, die ausgebracht werden darf.Höchstens ca. 2 Rinder pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche.Genug Gras und Kräuter für jedes Rind – und gleichzeitig wird der Boden nicht überdüngt.
KälbermastOft ab der 2. Lebenswoche Fütterung mit Milchaustauscher (enthält Zutaten wie Fischmehl).In der Regel 3 Monate Muttermilch. Dazu gibt es Heu, Getreide und Silage.Natürliche Ernährung – schon bei der Kälberaufzucht!

1 Vollspaltenhaltung bedeutet, dass der Stallboden aus Betonplatten mit Spalten besteht. Durch sie kann der Urin und Kot nach unten fallen. Doch die Tiere haben dann keine Flächen mehr auf denen sie sich bequem (und artgerecht) hinlegen können.