Abgeschlossene Projekte

Welche relevanten Erkenntnisse konnten Praktiker und Wissenschaftler aus den Projekten schließen. Hier finden Sie eine Übersicht der abgeschlossenen Projekte mit Bioland-Beteiligung.

  • Systemanalyse Schaf- und Ziegenmilchproduktion

    Schaf- und Ziegenmilchprodukte stellen wertvolle Lebensmittel dar, die sich seit Jahren steigender Beliebtheit erfreuen. Aus diesem Grund hat die  Erzeugung von Schaf- und Ziegenmilch in den letzten zehn Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen.

    Datengrundlage wurde geschaffen

    Fragen nach konkreten Zahlen liefen jedoch bisher ins Leere. Weder die Anzahl der gemolkenen Tiere und Höhe der produzierten Milchmenge noch die Vermarktungsstrukturen waren bekannt. Eine Ausdehnung der melkenden Schaf- und Ziegenhaltung in Deutschland ist zwar ökonomisch interessant, war aber wegen unklarer Konkurrenzsituationen auch riskant.

    Dieses von Erzeugern und Branchenvertretern oft diskutiertes Problem wurde nun in einem durch das BÖLN geförderten Projekt aufgegriffen. Um die Bedeutung der Branche ins rechte Licht zu rücken, wurde von September 2014 bis Dezember 2016 eine Vollerhebung von Produktion, Verarbeitung und Vermarktung durchgeführt. Ziel war die Erfassung von konventionellen und ökologischen Produktionsverfahren und -faktoren (Standorte, Tiergesundheit, Management, betriebswirtschaftliche Kenndaten etc.) auf den Betrieben ebenso wie von Informationen über Akteure im Verarbeitungs- und Vermarktungsbereich. Mit dem Abschluss der Systemanalyse ist es nun endlich möglich, Handlungsbedarfe zu benennen und notwendige Entwicklungsschritte für den Bereich sowie Grundlagen für weitere Forschung zu identifizieren.

    Ergebnisse

    Die Analyse ergab, dass über 60 Prozent der Erwerbs-Milchschaf- und Milchziegenbestände ökologisch gehalten werden. Etwa 40 Prozent der erzeugten Schaf- und Ziegenmilch wird direkt auf den Höfen verarbeitet und direkt an Endkunden, Wiederverkäufer, Gastronomie und Großhandel vermarktet. Größte Herausforderungen für die Branche, sind die Professionalisierung der Erzeugerbetriebe, die Organisationsstruktur der Branche und die Entwicklung einer nachhaltigen Vermarktungsmöglichkeit für Ziegenkitze.

    Zum Merkblatt

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    Der Abschlussbericht ist noch nicht durch den Projektträger geprüft.

    Auftraggeber

    Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landbewirtschaftung (BÖLN) (2812NA110)

    Projektpartner

    • Bioland Beratung GmbH

    • Thünen-Institut für Ökologischen Landbau

    • Beratung Artgerechte Tierhaltung e.V.

  • Bio-Zierpflanzen in der Wachstumsphase

    Schmetterling

    Der ökologische Zierpflanzenanbau fristet trotz seiner Vorteile derzeit noch ein Schattendasein. Die Herausforderungen im Anbau und das wirtschaftliche Risiko schrecken viele Betriebe noch von einer Umstellung ab. Das kann sich ändern, denn Erfahrungen auf ökologisch produzierenden Gartenbaubetrieben zeigen, dass die ökologische Produktion von Zierpflanzen bei gleichbleibender oder sogar verbesserter Pflanzenqualität möglich ist. Allerdings waren und sind noch viele Fragen offen.

    Genau hier setzte das Projektnetzwerk an: Der intensive Austausch von Gärtnern, Beratung und Forschung bündelte praktische Erfahrungen. Gleichzeitig wurden Fragen zur Sortimentsentwicklung, Düngung, Pflanzengesundheit und zum Unkrautmanagement in Versuchen bearbeitet. Ziel war es, Produktionskosten zu minimieren, Produktqualitäten zu sichern, die Sortimente anzupassen und den Bekanntheitsgrad der Produkte zu erhöhen.

    Auftraggeber

    Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landbewirtschaftung (BÖLN) (FKZ 06OE160)

    Projektpartner

    • Bioland Beratung GmbH

    • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

    • Anbaugemeinschaft Bio-Zierpflanzen

    Erste Ergebnisse

    Aus den Erfahrungen der Leitbetriebe und den Erfahrungen von BeraterInnen sind Kulturdatenblätter zu verschiedenen Beet- und Balkonpflanzen, Polster-Stauden und Gräsern sowie zu Schnittrosen und -ranunkeln  entstanden.

    Schnittranunkel (806 kB)

    Schnittrosen (750 kB)

    Capsicum (509 kB)

    Carex Evergold (561 kB)

    Cyclamen (112 kB)

    Geranien (191 kB)

    Gräser (1.6 MB)

    Polsterstauden (318 kB)

    Viola (111 kB)

    Folgende Versuche wurden bisher im Bio-Zierpflanzenprojekt durchgeführt.

    Übersicht der Versuche (566 kB)

    Im Rahemn des Projektes ist auch ein kurzes Praxismerkblatt (348 kB) entstanden.

    Weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie unter
    www.bio-zierpflanzen.de

  • Biodiversität in Bauernhand

    Rauchschwalbe

    Projektlaufzeit von 2014 bis 2016

    Im Projekt „Biodiversität in Bauernhand“ werden verschiedene Umweltbildungsveranstaltungen für Landwirte und Verbraucher angeboten. Landwirte sind Schlüsselpersonen, wenn es darum geht, den Verlust der Artenvielfalt in Agrarökosystemen zu stoppen. Oft mangelt es aber am entsprechenden Hintergrundwissen. Deshalb ist die Vermittlung von Kenntnissen zur Tier- und Pflanzenwelt und zu Grundlagen über deren Ökologie & Schutz enorm wichtig. Dadurch wird das Verantwortungsgefühl der Landwirte gestärkt und die Handlungsbereitschaft gefördert, konkrete Maßnahmenvorschläge umzusetzen und Naturschutzleistungen auf dem Betrieb zu verbessern. Innerhalb des Projektes werden Vorträge und naturkundliche Spaziergänge angeboten, in deren Rahmen Tiere, Pflanzen, ökologische Zusammenhänge und praktische Naturschutzmaßnahmen vorgestellt und erläutert werden. Es gibt auch die Möglichkeit, Landschaftspflegeeinsätze durchzuführen und so von der Theorie in die Praxis zu kommen.

    Mit Unterstützung der Stiftung Naturschutzfonds gefördert aus zweckgebundenen Erträgen der Glücksspirale. Mit Unterstützung der Stiftung Naturschutzfonds gefördert aus zweckgebundenen Erträgen der Glücksspirale.

  • Fokus-Naturtag

    Schmetterling

    Beratungskonzept zur Förderung des Naturschutzbewusstseins und der Naturschutzleistungen

    Das Projekt „Fokus-Naturtag“ entwickelt Methodik und Materialien zur intensiven Beratung landwirtschaftlicher Betriebe bei Naturschutzfragen. Diese sollen im Rahmen eines halb- bis eintägigen Fokus-Naturtags angewendet werden. Durch die Sensibilisierung für ökologische Zusammenhänge sollen landwirtschaftliche Betriebe motiviert werden, konkrete Naturschutzmaßnahmen durchzuführen. Kernelement des Fokus-Naturtags ist die Visualisierung der Maßnahmenvorschläge in Form eines Plakates oder einer Mappe. Die Fokus-Naturtage werden 2013 und 2014 auf insgesamt 80 ökologisch und konventionell wirtschaftenden Testbetrieben erprobt.

    Auftraggeber

    Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landbewirtschaftung (BÖLN) (FKZ 11NA092)

    Projektpartner

    • Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL) Baden-Württemberg

    • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

    • Landwirtschaftskammer Niedersachsen

    • Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)

  • Legehennen

    Die Produktionsbedingungen in der Geflügelhaltung stoßen auf großes öffentliches Interesse. Das Töten der Hahnenküken als Geschwister der Legehennen und die ausschließlich am Kalender orientierte Nutzungsdauer der Legehennen werden hinterfragt. Für den Öko-Sektor ergeben sich hieraus weitgehende Herausforderungen. So ist die Legehennenhaltung durch Öko-Elterntierhaltung und die Aufzucht der Öko-Eintagsküken aus Ökobruteiern deutlich kostenintensiver als die bisherige Praxis.

    Mit einer Verlängerung der Haltungsdauer der Legehennen von durchschnittlich 11-12 Monaten auf 18-24 Monate kann dem entgegengewirkt werden. Die Verlängerung der Haltungsdauer der Legehennen geht mit einer Unterbrechung der Legezeit (Mauser) einher.

    Im Versuch mit drei mobilen Legehennenställen werden unter anderem tierbezogene Parameter für eine verlängerte Haltungsdauer sowie der optimale Zeitpunkt für eine Regenerationsphase durch eine Legepause erforscht. Außerdem wird die verlängerte Haltungsdauer unter ökonomischen Gesichtspunkten bewertet.

     

    Auftraggeber:

    Diese Projekt wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert.